Gebäudekonzept der Region Melle-Ost

Region Melle-Ost: Gebäudekonzept Stand: 28.04.2026 

Im Beratungsprozess der Region Melle-Ost (September 2025 – März 2026) hat die Region 
sich auf die Gebäude Gemeindehäuser / Pfarrhäuser konzentriert. Kirchen sind 
mitbenannt, da z.T. Abhängigkeiten zu Gemeindehäusern bestehen.  
Die Region Melle-Ost ist eine ländliche Region. Es gibt keine verbindenden Achsen des 
öffentlichen Nahverkehrs.  
Daraus resultiert: In jedem Siedlungszentrum soll nach Möglichkeit mindestens ein 
kirchlicher Raum bestehen bleiben. 
Wenn im weiteren Verlauf des Textes von Kirchengemeinden gesprochen wird, geschieht 
dies in Anerkennung heutiger Realität, aber im Wissen um den Sinn der weiteren 
Entwicklung des WIR. Wir halten es für sinnvoll, dass die Region sich in einem weiteren 
Prozessverlauf zu einem Verbund, einer Gesamtkirchengemeinde oder einer 
fusionierten Kirchengemeinde entwickelt. 
Es herrscht Konsens, dass höchstens zwei Pfarrhäuser bzw. 1 Pfarrhaus (Buer) und 2 
optionale Wohnungen (Hoyel und Bennien) in der Region erhalten bleiben. Soweit die 
Residenzpflicht seitens der Landeskirche nicht aufgehoben wird, steht ein 
kircheneigener Bauplatz in Neuenkirchen für ein neues Pfarrhaus zur Verfügung. 
Da mittelfristig nur zwei Pfarrstellen für die Region zu erwarten sind, sehen wir die Pflicht 
Pfarrhäuser / -wohnungen vorzuhalten auf der Ebene der „Region“. 

 

1. Kirchengemeinde Bennien 
Gebäude: 

  • Kirchraum: Mehrzweckbau (1958/59), 2004 Isolierglas-Fenster, 2026 geplante energetische Ertüchtigung der Außentüren. Beerdigungskirche. 
  • Gemeindehaus: 358,95 m², direkt mit Kirchraum verbunden, Mehrfachnutzung von Toiletten, Heizung, Strom. Raum für Beerdigungskaffee. Vermietete Wohnung (60,16 m²). 
  • Pfarrhaus: 2009 saniert, Verkauf geplant. Zusammenfassung 

Einsparungsideen: 

  • Räume im Obergeschoss des Gemeindehauses und ein Kellerraum werden der Mietwohnung zugeführt. (Kurzfristig/mittelfristig) 
  • Verkauf des Pfarrhauses, Erlös sichert die mittelfristige Finanzierung von Gemeindehaus und Kirche. (kurz/mittelfristig) 
  • Weitere Dämmmaßnahmen und Einbau einer Pelletheizung (mittelfristig). 

Begründung:

Kirche und Gemeindehaus sind baulich und energetisch gut erhalten. 
Mehrfachnutzung beider Bereiche ist leicht möglich.  
Kirche / Gemeindehaus sind Teil eines Siedlungszentrum im ländlichen Raum. 


2. Kirchengemeinde St. Martini Buer 
Gebäude: 

  •  Kirche: ca. 700 Plätze (500 Konzertplätze). Keine Isolierung. Gasheizung. Renoviert und saniert: Dach, Fenster (einfach), Innenraum. Winterkirche im Gemeindehaus. ~Konzertkirche eines Veranstalters. 
  • Gemeindehaus: ~ 400 m², Saalbau, Baujahr 1957, stark sanierungsbedürftig, nicht isoliert, einfachverglast, Gasheizung, Winterkirche. 
  • Alte Superintendentur: ~ 500 m², Gemeindebüro, Sitzungsräume, Jugendräume, Zwei Etagen, Leerstand aus Brandschutzgründen. Angebaut sind 4 Altenwohnung. Alles wir gemeinsam gasbeheizt. 
  • Pfarrhaus: Baujahr 1992, 160 m², energetische Anpassungen in Umsetzung (Investition: 85.000 €). 

Zusammenfassung 

1) Einsparungsideen: 

 

  • a) Verkauf von Gemeindehaus und Alter Superintendentur. Einbau von Gemeinderäumen in die Kirche und Sanierung eines Gemeindeeigenen Hauses (Kirchplatz 5 derzeit mit 2 Whg vermietet) als Jugendhaus / Pfarrbüro / gegenüber der Kirche. (Flächenminimierung: ca.1.000 m²). 
  • b) Verkauf der Alten Superintendentur und Abriss des Gemeindehauses. Neubau eines Gemeindehauses mit Pfarrbüro, ca. 400 m² Nutzfläche (Flächenersparnis: 900 m²). 

Begründung:

Die KG Buer verfügt aus früherer Zeit als Sitz des Superintendenten über 
einen enormen Überhang an Gebäuden, die nicht zukunftsfähig sind. Verkauf und ein 
Neubeginn im Gebäudebestand sind zur langfristigen Entwicklung der Gemeinde 
geboten- 
Kirche / Gemeindehaus sind Teil eines Siedlungszentrum im ländlichen Raum. 


3. Kirchengemeinde St. Antonius Hoyel 
Gebäude: 

  • Kirche: Denkmalgeschützt, 2023 Innen- und Außensanierung, Romantikorgel, 
  • Gasheizung, automatisches Lüftungssystem für Orgel. Keine Toiletten. (Aufgrund 
  • des felsigen Untergrundes ist ein Anbau an die Kirche nicht möglich). 
  • Antoniushaus: Baujahr 1843, Pfarrbüro, Gemeinderaum (100 Personen), Küche, Sanitärräume, vermietete Wohnung (100 m²). 
  • Gemeindehaus Riemsloh: 86,10 m² Kirchsaal, 3 Gruppenräume (112 m²), Nahwärmenetz, Winterkirche (Jan–März). Angeschlossen ist ein Mehrgenerationenplatz, der an die Stadt Melle verpachtet ist (inklusive der Nutzung der Sanitäranlage des Gemeindehauses). 

Zusammenfassung: 
Einsparungsideen: 

  • Kirche und Antoniushaus bleiben als Gemeindezentrum erhalten. 
  • Gemeindehaus Riemsloh: Prüfung einer Nutzungskooperation mit der Stadt Melle.  

Begründung:

Antoniushaus und Kirche sind wichtige Identifikationsorte. Das 
Gemeindehaus Riemsloh ist wichtig für evangelische Präsenz im Ort. Es ist zu 
prüfen, ob eine Nutzungskooperation mit der Stadt Melle im Rahmen des 
Generationen- und Tourismusplatzes möglich ist und ob eine 
zuweisungsunabhängige Finanzierungsoptionen gelingt. Vorerst ist der Unterhalt des 
Gebäudes bis 2035 durch die freie Zinsrücklage gedeckt. 
(Keine Flächeneinsparung, Prüfung auf Kostenbeteiligung der Stadt Melle / 
Eigenfinanzierung bis 2035) 
Kirche / Gemeindehäuser sind Teil eines Siedlungszentrum im ländlichen Raum. 


4. Kirchengemeinde Christophorus Neuenkirchen 
Gebäude: 

  • Kirche: Denkmalgeschützt (1885–1887), 1.000 Sitzplätze, keine Isolierung, Gasheizung, Winterkirche im Gemeindehaus (Jan–März), Beerdigungskirche. 
  • Gemeindehaus: 460 m², Baujahr 1935, Umbau 1968, Gasheizung, barrierefreie Toiletten, Dachgeschoss wg. Brandschutz nicht nutzbar. 
  • Pfarrhaus mit Anbau: Baujahr 1885, Anbau 1968, Pfarrwohnung, Sitzungsraum, Pfarrsekretariat, 2 Dachgeschosswohnungen (eine nicht nutzbar). Zusammenfassung 
  • Flächeneinsparung: Verkauf von Gemeindehaus, Pfarrhaus und Anbau sind kurzfristig geplant. Neubau eines Gemeindehauses mit Pfarrbüro auf einer Freifläche neben dem Friedhof wird angestrebt / ist in Planung. Der Einbau von Gemeinderäumen in die Kirche, war vor ca. 10 Jahren optional geprüft, wurde aber von der Landeskirche aus Gründen des Denkmalschutzes abgelehnt. Ergebnis Flächenreduzierung von 549,73 m² auf 227,76 m². 

Begründung:

Wirtschaftliche und energetische Sanierung der bestehenden 
Gebäude nicht sinnvoll. Brandschutzvorschriften und Denkmalschutz 
erschweren Umbauten, bzw. machen sie bisher unmöglich. 
Kirche / Gemeindehaus sind Teil eines Siedlungszentrum im ländlichen Raum. 


Resümee der Region Melle Ost: 

  • Wir erreichen Flächeneinsparung: Verkauf oder Umnutzung von Gebäuden zur Reduzierung von Flächen und Kosten. Wir erreichen energetische Sanierung: Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz, sind dabei aber oft wirtschaftlich oder technisch begrenzt. 
  • Wir anerkennen die Herausforderung des ländlichen Raumes, in dem wir Gebäude in zentraler Lage für das kirchliche und sozialräumliche Leben erhalten. 
  • Weite Teile des Konzeptes können nur verwirklicht werden, wenn sowohl der Verkauf der Gebäude durch Kirchenkreis und Landeskirche unterstützt und ermöglicht wird, als auch die Erlöse für im Konzept beschriebene Maßnahmen verwendet werden. 

Hanheide/Lindemann